Einblicke in quellenorientierten historischen Kampf

Unsere Darstellungen des historischen Kampfes orientieren sich an überlieferten Fechtquellen des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Einen zentralen Bezugspunkt bildet dabei das Werk von Hans Talhoffer, dessen Fechtbücher eine wichtige Grundlage für unsere Trainings und Darstellungen darstellen.

 

Ergänzend dazu arbeiten wir mit weiteren historischen Quellen, unter anderem von Joachim Meyer, Fiore dei Liberi sowie mit weiteren überlieferten Fechtbüchern und Sammelwerken. Durch den vergleichenden Umgang mit diesen Quellen können unterschiedliche Kampfstile, Techniken und Entwicklungslinien nachvollzogen und anschaulich vermittelt werden.

 

Ziel unserer Trainings und Darstellungen ist es, historische Kampftechniken möglichst quellengetreu, sicher und nachvollziehbar umzusetzen. Die erlernten Inhalte fließen sowohl in Vorführungen als auch in erklärende Darstellungen ein und ermöglichen interessierten Besuchern einen fundierten Einblick in den historischen Kampf und seine Vielfalt.

Quellenbasierter Harnischkampf des Spätmittelalters

Die dargestellten Kampftechniken orientieren sich am spätmittelalterlichen Harnischkampf, wie er in Fechtbüchern des 15. Jahrhunderts überliefert ist. Charakteristisch ist der frühe Übergang vom Waffengebrauch in das Ringen am Mann, da Schnitte gegen Plattenrüstung nur eingeschränkt wirksam sind.

Techniken wie Anbinden, Greifen, Würfe und Bodenkampf finden sich unter anderem in den Fechtbüchern von Hans Talhoffer und Fiore dei Liberi wieder. Der Kampf zielt nicht auf schnelle Treffer, sondern auf Kontrolle, das Brechen des Gleichgewichts und das Erarbeiten einer dominanten Position.

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